Rettet den Klosterwald

25. April 2015 „Tag des Baumes“

25. April 2015  = „Tag des Baumes“

 

Gedanken vor dem Hintergrund des wegen Windkraft-Unfug im C r e g l i n g e r Klosterwald und an vielen anderen Standorten durch Wald-Abholzung verursachten L a n d s c h a f t- und N a t u r f r e v e l s

 

M a r t i n  L u t h e r: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich noch heute einen Baum pflanzen…“     „…Herr, schmeiß Hirn ra…“

 

Waldabholzung: Verstoß gegen K l i m a s c h u t z-Ziele…

 

In Deutschland und weltweit wird alljährlich am 25.4. durch Politik und Naturschutzverbände feierlich an den „Tag des Baumes“ erinnert. Er wurde am 25.4.1952 erstmals durch Bundespräsident Theodor Heuss begangen.

 

Hierzu heißt es in Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Baumes): „Der internationale Tag des Baumes geht auf Aktivitäten des amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton zurück. 1872 beantragte er bei der Regierung von Nebraska die Arbor Day-Resolution, die binnen 20 Jahren in allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten angenommen wurde. Ursprünglich am 10. April werden seither Bäume gepflanzt. Der Tag des Baumes wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Der Tag des Baumes wurde am 27. November 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. Der deutsche „Tag des Baumes“ wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn. In Deutschland wirbt der Naturschutzbund Deutschland am Tag des Waldes für seine Aktion „Wald-Pate“…“.

 

Auch im Bereich des Regionalverbands Heilbronn-Franken  wurde und wird dem „Tag des Baumes“ gedacht: „ Zum 25-jährigen Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung und zum heutigen Tag des Baumes hat die Verwaltung Obersulm drei Bäume gepflanzt. Außerdem wurde ein Findling mit einer Gedenktafel aufgestellt. Damit folgt die Verwaltung einem Vorschlag der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die als Erinnerung an das historische Ereignis der Wiedervereinigung vorgeschlagen hatte, am "Tag des Baumes" an einem Gedenkort eine Buche, Kiefer oder Eiche zu pflanzen (http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/heilbronn/tag-des-baumes-auch-in-heilbronn-silberlinden-auf-allee-von-schaedlingen-befallen/-/id=1562/did=13276332/nid=1562/1yh0mbw/).

 

Dessen ungeachtet und stellvertretend für viele geplante Windkraft-Wald-Standorte im Heilbronner Land  / Hohenlohe / Main Tauber und anderswo in Baden-Württemberg bzw. in anderen Bundesländern planen gewissenlose, meist auswärtige, oft ideologisch fehlgeleitete und wie Heuschrecken übers Land und über seine oft noch nichts ahnenden Bürger einfallende Projektierer, Investoren und Finanzierer wie EnBW / ZEAG (Stuttgart / Heilbronn), BW-Landsiedlung / WEBW (Stuttgart), MVV AG (Mannheim), Wirthwein AG, Creglingen, und / oder nur an den eigenen Profit denkende Grundstücksverpächter etc.  -  wie bspw. im Creglinger Klosterwald  -  einen zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur sich katastrophal auswirkenden Raubbau an der Natur, der durch Umwandlung eines bisher noch weitgehend intakten Waldes in ein Windkraft-industriell geprägtes Gewerbegebiet verursacht wird, das durch Abholzung Fußballfeld-großer Waldflächen entsteht.

Erfahrungen an anderen, bereits realisierten WKA-Standorten im Wald belegen, dass je einzelner WKA inkl. notwendiger Infrastrukturmaßnahmen (Straßen- bzw. Feldwegeausbau, Trafo-Stationen, Stromleitungen etc.) eine Waldfläche von ca. 7 000 qm - 10 000 qm abgeholzt werden muss.

 

Aus Anlass der am 25.4.2014 zum „Tag des Baumes“ erfolgten Feierlichkeiten sei Dr. Till Backhaus (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Mecklenburg-Vorpommern) zu den Funktionen des Waldes zitiert (http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Umwelt/Tag-des-Baumes-2014_article1398414870.html):

 

„Jeder Baum dient uns Menschen somit auf unschätzbare Art und Weise. Dies sollte beim nächsten Waldsparziergang aber auch beim täglichen Umgang mit Holzprodukten nicht vergessen werden“.

 

Und weiter: „Kein anderes Symbol in der Menschheitsgeschichte steht derart für Zukunftsvertrauen, Beständigkeit und Wachstum wie die Pflanzung eines Baumes…Wie wichtig Bäume und Wälder für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt sind, mögen folgende Beispiele verdeutlichen:

 

·         Bäume produzieren wie alle grünen Pflanzen Sauerstoff. Eine 100jährige Buche setzt pro Stunde etwa 1,7 kg Sauerstoff frei und bindet 2,35 kg CO2; Durch die Verdunstung von Wasser tragen die Bäume erheblich zur Verbesserung des Klimas bei. Eine Eiche verdunstet an einem Sommertag durchschnittlich 43 Liter und kühlt damit die Umgebung; 100 m³ Holz schaffen bzw. erhalten einen Arbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft; Standortgerechte Gehölze schaffen den notwendigen Lebensraum und sind Nahrungsgrundlage für viele Insekten, Vögel und Kleintiere. In naturnahen Buchenwäldern leben beispielsweise bis zu 7.000 Tierarten.“

 

Erinnert sei auch an das zu Beginn der 1980-er Jahre durch Luftverschmutzung („saurer Regen“) bundesweit einsetzende Waldsterben.

 

Dieses wurde durch Gegenmaßnahmen, die „zig“ Milliarden an Steuermitteln kosteten, erfolgreich vermieden.

 

Nun soll der seinerzeit durch Milliarden (= Bürger‘ s Geld) vor dem Waldsterben gerettete und jetzt weitgehend intakte Wald in vielen Regionen in Baden-Württemberg durch Umsetzung des Programms der grün-rot geführten BW-Landesregierung „ohne Not“ zum Vorteil einiger weniger Profiteure wie Grundstücksverpächtern etc. - aber zum Nachteil der Allgemeinheit  -  endgültig auf dem Altar der Windkraft-Lobby geopfert werden, wenn deren Pläne zum Bau weiterer ca. 1 200 künftig bis zu 230 m hoher Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  realisiert würden, davon ein Großteil meist windarme und daher nur dauerhaft unwirtschaftlich = unter Verlust zu betreibende Wald-WKA-Standorte betreffend, wie anhand der allermeisten im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund in Betrieb befindlichen WKA‘ s belegt.

 

Der in Brackenheim 1984 geborene, lange Zeit in Heilbronn und damit im Bereich des jetzigen Regionalverbands Heilbronn-Franken lebende und 1963 in Stuttgart verstorbene „Papa Heuss“ würde sich vermutlich „im Grabe herumdrehen“, wenn er jetzt, d.h. am 25.4.2015 und 63 Jahre nach dem von ihm erstmalig am 25.4.1952 für die Bundesrepublik Deutschland feierlich in Bonn proklamierten „Tag des Baumes“ mit ansehen musste, welcher durch Windkraft-Unfug vor allem im Wald bzw. an landschafts- und natursensiblen Stellen verursachte Naturfrevel von…

 

·         …verantwortungslosen, schlafmützigen, wieder einmal völlig versagenden und oft ideologisierten Politikern,

·         …sich von der Windkraft-Lobby über den Tisch ziehen lassenden und damit gegen das Gemeinwohl handelnden (Ober)Bürgermeistern wie in Creglingen, Königheim, Boxberg, Weikersheim und anderswo

·         …angesichts der Komplexität der Materie völlig überforderten Gemeinderäten und Mitgliedern der Kreistage sowie der Regionalversammlungen

·         …unter verschämtem Wegsehen der von den Behördenleitern nach Druck von oben „an die Kandare genommenen“ und deshalb „in die Knie gehenden“ Unteren und Oberen Naturschutzbehörden

 

heute geplant wird. Im Interesse einer durch Politik- und Behördenversagen vielfach bereits schon jetzt stark geschundenen Landschaft und Natur bleibt zu hoffen, dass wenigstens die betroffenen Bürger „aufstehen“, gewaltfreien Widerstand leisten und Zivilcourage und Rückgrat beweisen, damit ein durch unwirtschaftlichen Windkraft-Betrieb an dafür völlig ungeeigneten, weil relativ windschwachen Standorten verursachter Natur- und Landschafts-frevel doch noch vermieden werden kann. Und - Bürger - nicht vergessen: Am 13.3.2016 ist Landtagswahl in BW…                    

 

Reinhold Messner (2002):  „Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur“.

 

·         Eckehard Bach, Creglingen; Mitglied der BI-Lenkungsgruppe „Rettet den Klosterwald, Creglingen“

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