Rettet den Klosterwald

Aufruf an die Mitglieder der Regionalversammlung

Abstimmung / Beschlußfassung über die Beschlußvorlage der Verwaltung zur Regionalplan-Änderung, Teilfortschreibung Windkraft betreffend

 

A u f r u f  an die Mitglieder der Regionalversammlung, am 25.7.2014 „ohne wenn und aber“ mit einem klaren „Nein“ zu stimmen

 

 

(wm / 220714)  -  Im Interesse eines Großteils der im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund wohnenden Bürger rufen wir alle Mitglieder der Regionalversammlung Heilbronn-Franken auf, bei der am 25.7.2014 anstehenden Abstimmung / TOP 2 zur Beschlußvorlage der Verwaltung  -  die Regionalplanänderung, Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  mit „NEIN“ zu stimmen und die Beschlußvorlage abzulehnen. Die Ablehnungsgründe gehen im Detail aus unserer Stellungnahme / Aufruf hervor, die den Mitgliedern der Verbandsversammlung seit einigen Tagen vorliegt.

 

Die wesentlichen Ablehnungsgründe sind nachfolgend noch einmal kurz aufgeführt. Grundsätzlich ist festzuhalten, daß einzelnen wenigen  -  wenn überhaupt, dann nur marginalen  -  Vorteilen viel zu viele Nachteile zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur gegenüber stehen, die irreparabel sind und die auch noch die Zukunftsfähigkeit der Region in der nachfolgenden Generation negativ beeinflußen.

 

Vorrangig ist zu erwähnen, daß bei der kürzlich im Deutschen Bundestag beschlossenen und vom Bundesrat ohne Anrufung des Vermittlungsausschusses am 11.7.2014 sowie auch von der EU akzeptierten und am 1.8.2014 in Kraft tretenden EEG-Novellierung der Gesichtspunkt der Effizienz, d.h. die Wirtschaftlichkeit der regenerativen (Wind-)Stromerzeugung, an oberster Stelle steht. Dies ist in den einzelnen Gesetzes-Begründungen an mehreren Stellen ausdrücklich hervorgehoben.

 

Diesem Gesichtspunkt können sich auch die Mitglieder der Vollversammlung beim Regionalverband Heilbronn-Franken nicht verschließen, wenn sie sich vor Augen halten…

 

·         …daß Baden-Württemberg nach allen seriös durchgeführten Langzeit-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) im Vergleich aller 16 Bundesländer das mit Abstand schlechteste Windaufkommen vorweist

 

·         …und erkannt wird, daß das am geplanten WKA-Standort vorhandene jahresdurchschnittliche Windaufkommen der entscheidende Einflußfaktor ist, der über Erfolg oder Mißerfolg einer Windkraft-Investition  -  auch im vergleichsweise windarmen BW  -  entscheidet

 

·         …daß genau aus diesen Gründen ca. 90 % aller bisher rd. 400 in BW an den vermeintlich windgünstigsten Standorten installierten Windindustrieanlagen Jahr für Jahr und ununterbrochen seit ihrer Inbetriebnahme „tiefrote“ Verlust-Betriebsergebnisse zu Lasten der Kapitalanleger erwirtschaften, deren investiertes Kapital durch Verlustfinanzierung aufzehrend, in vielen Fällen wegen dauerhafter Windschwäche auf eine vorzeitige Insolvenz zusteuernd und damit belegend, daß eine dauerhaft wirtschaftliche (d.h. mindestens kostendeckende) Windstrom-Erzeugung an den allermeisten Standorten in BW nicht möglich ist

 

·         …von Gewinnausschüttungen / Verzinsungen zugunsten der Anleger oder gar Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der Standort-Kommunen ganz zu schweigen

 

·         …und die bisher von der Verwaltung des Regionalverbands HN-Franken durchgeführte Auswahl der Windvorrang-Gebiet auf Basis eines völlig falschen  -  weil mit völlig überhöhten Angaben zur jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit  -  BW-Windatlas erfolgt ist

 

Vor diesem Hintergrund wäre es für immer größer werdende Teile der aufgeschreckten Bürgerschaft nicht nachvollziehbar, wenn die Vollversammlung des Regionalverbands Heilbronn-Franken bei der am 25.7.2014 in Tauberbischofsheim stattfindenden Sitzung der Beschlußvorlage der Verwaltung zum Ausweis weiterer, von vornherein  -  schon vor dem „ersten Spatenstich“  -  als Windkraft-Verlust-Standorte feststehender Windvorrang-Gebiete zustimmen würde, damit eine Reihe von Nachteilen in der Region  verursachend, wie bspw.

 

·         eine weitere schwere Beeinträchtigung des jetzt schon vielfach „am Boden liegenden“ Natur- und Landschaftsschutzes

·         die Beeinträchtigung des an vielen Orten im zarten Aufwind befindlichen „sanften Tourismus“

·         möglicherweise durch Windkraft-Betrieb verursachte Gesundheitsrisiken, hervorgerufen durch von Windkraft zweifelsfrei entstehenden Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall und Schattenschlag

·         Wertverfall bei Immobilien, die sich im Wirkungskreis der Windkraftanlage befinden u.v.m.

 

Wir werden vor Beginn der Sitzung mit einer kleineren Abordnung mehrerer Bürgerinitiativen aus dem Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund demonstrieren und den Mitgliedern der Regionalversammlung unseren Aufruf überreichen.

 

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“ (Besigheim / Ingersheim); Berater der BI‘ s; v.i.S.d.P.; Ex.i.d.F.v. 22.7.2014

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektion Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund)

 

Bürgerinitiativen:

WindWahn Nein-Danke Bad Mergentheim e.V. (Althausen, Apfelbach)

„Rettet den Klosterwald, Creglingen“

„Keine Windkraft im Boxberger Wald“

BI Königheim

BBL Besorgte Bürger Langenburgs („Schützt den Brüchlinger Wald“)

IG Lebensqualität Blaufelden-Langenburg (Billingsbach)

IG Uhlberg und Umgebung

u.v.m.

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