Rettet den Klosterwald

Einladung der Stadtverwaltung

Einladung der Stadtverwaltung Creglingen (Veranstalter) zur Teilnahme von Vertretern der Bürgerinitiative „Rettet den Klosterwald“ an einer am 10.4. in Creglingen-Freudenbach stattfindenden Info-Veranstaltung über

Windkraft-Pläne im Klosterwald

 

Stellungnahme der Bürgerinitiative zur Einladung der Stadtverwaltung Creglingen

 

Zusage unter Vorbehalt  -  Wahrung der Chancengleichheit

 

 

Der Bürgermeister der Stadt Creglingen, Herr Uwe Hehn, hat uns mit einem am Freitag, den 4.4.2014 erfolgten Anruf zu einer am 10.4.2014 über Windkraft-Pläne im Klosterwald terminierten Info-Veranstaltung eingeladen.

 

Laut im Amtsblatt veröffentlichter Einladung sollen Ziele der Veranstaltung sein

 

·         eine breite, transparente Information

·         Dialog als Bücke über Gräben

·         Auftakt zu weiteren Informationsveranstaltungen

 

Wir sehen uns in unseren seit dem ersten Tag unserer BI-Gründung erhobenen Forderungen und der in zahlreichen Stellungnahmen zum Ausdruck gekommenen Auffassung voll umfänglich bestätigt und unterstützen diese Ziele vorbehaltslos, stellen sie doch eine Kehrtwendung „um 180 Grad“ zur bisher in der Vergangenheit von Stadtverwaltung und Windpark-Planern an den Tag gelegten Vorgehensweise dar, bei der die Bürgerschaft eher einseitig, unvollständig, unter Zeitdruck und daher wenig transparent informiert wurde. Die mit der Realisierung der Windpark-Pläne zweifelsfrei zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur verursachten Nachteile wurden nach unserer Meinung von den Befürwortern jedenfalls bisher nicht oder nur unzureichend kommuniziert bzw. nur verniedlichend dargestellt.    

 

Das bisher zu Tage getretene große und

 

·         durch zahlreiche Leserbriefe

·         einem immer noch zu verzeichnenden Anstieg unserer Mitgliederzahlen

·         sowie durch weiterhin ansteigende Unterschriften für ein vor dem Petitionsausschuß des baden-württembergischen Landtags einzuleitendes Petitionsverfahren u.a.

 

zum Ausdruck gekommene Protestpotential der Bürger von Creglingen und Umgebung belegt dies eindrucksvoll.

 

Zwar wird die Stadtverwaltung Creglingen in der Einladung als Veranstalter genannt. Jedoch aufgrund des geplanten Ablaufs und der aus dem Kreis der Projektoren vorgesehenen Referenten sowie schon wegen der Tatsache, daß die uns via Mail bestätigte Einladung auf Folien der MVV AG, Mannheim, erstellt wurde, deutet alles darauf hin, daß  -  wie bisher  -  nicht die Stadtverwaltung Creglingen, sondern ein weiteres Mal die WKA-Projektoren  -  auch bei dieser Veranstaltung  -  „die Fäden ziehen“.  

 

Wir sagen unsere Teilnahme zu, jedoch unter dem Vorbehalt, daß es sich nicht um eine reine, von den Public-Relations-Abteilungen der Projektoren einseitig pro-Windkraft geplante Windkraft-Promotions- / Vertriebs-Veranstaltung handelt.

 

Die objektive Information der Bürger muß im Mittelpunkt stehen. Dazu gehört auch, daß die „Kehrseite der Windkraft-Medaille“ dargestellt werden kann, damit der Bürger in die Lage versetzt wird, in freier, nicht einseitig beeinflußter Entscheidung sich ein eigenes Bild über Vor- und Nachteile verschaffen zu können. Daher muß auch unsere Seite ausreichend Gelegenheit bekommen, unsere Sicht der Dinge darzulegen. Hinsichtlich des Ablaufs der Veranstaltung muß Chancengleichheit bestehen; es müssen faire, für alle Teilnehmer gleichermaßen einzuhaltende Spielregeln gelten.

 

Um dies auch vom organisatorischen und zeitlichen Ablauf her zu gewährleisten, bitten wir um Zusage zur Berücksichtigung folgender Vorschläge:

 

A          Unter „Referenten“ werden 2 Personen  -  ein Vertreter des Projektierers MVV AG und die Bürgermeisterin einer Windkraft-Kommune aus Südbaden  -  genannt. Beide werden vermutlich „das hohe Lied der Windkraft singen“ und die ihrer Ansicht nach bestehenden Vorteile der Windkraft hervorheben. Ein Vertreter unserer Bürgerinitiative ist zu diesem Programmpunkt bisher nicht vorgesehen. Zur Wahrung der Chancengleichheit fordern wir, daß uns die Möglichkeit eingeräumt wird, einen noch zu benennenden Vertreter / Mitglied unserer BI als 3. Referenten zu stellen, der ggfs. auf die Vorträge der beiden zuerst sprechenden Referenten replizieren könnte.

 

B          Im Anschluß daran soll sich lt. Einladung eine moderierte Podiumsdiskussion mit je 2 Vertretern der Projektplaner und der Windkraftgegner anschließen. Hinsichtlich der Projektplaner geht die Anzahl der von den Projektieren zu stellenden Diskussionsteilnehmer nicht klar aus dem Wortlaut der Einladung hervor, denn bei insgesamt 3 Projektplanern (WEBW, MVV AG, Wirthwein AG) würden maximal 6 Projektteilnehmer diskutieren, denen nur 2 Vertreter unserer BI gegenüberstünden.

 

Unsere Seite würde unabhängig davon 2 Vertreter stellen. Um jedoch Chancengleichheit hinsichtlich der zu diskutierenden Argumente zu wahren, fordern wir, daß beiden Seiten  -  unabhängig von der Anzahl der Diskutanten  -  in Summe die jeweils gleiche Redezeit eingeräumt wird. Bei 6 auf Seite der Projektierer teilnehmenden Diskutanten würde sich die Hälfte = 50 % der Gesamt-Redezeit auf 6 Redner verteilen; bei 2 Diskutanten auf Seiten unserer BI würde sich die Hälfte = 50 % der Gesamt-Redezeit auf 2 Redner verteilen.

 

C          Da es sich um eine für die Zukunftsfähigkeit von Creglingen und Umgebung handelnde Entscheidung mit großer Tragweite  -  auch die nächste Generation betreffend  - handelt und angesichts einer sich vermutlich anschließenden Fragerunde empfehlen wir, das Ende der Veranstaltung auf 22.30 Uhr zu verlängern, damit auch die Bürger ausreichend Gelegenheit bekommen, Fragen zu stellen.

 

Rettet den Creglinger Klosterwald

Creglinger Bürger gegen Landschafts- und

Naturzerstörung im Taubergrund

 

Eckehard Bach (Frauental)  Mario Baaz (Niedersteinach)  Birgit Hain (Creglingen)

Gerd Frick (Freudenbach)  Roland Vorherr (Freudenbach)  Petra Sendel (Reinsbronn)

Robert Bergmann (Freudenbach) Hermann Meder (Reinsbronn)

Thomas Wilhelm (Reinsbronn)  Angela Kraus (Freudenbach)  Anita Hörner (Freudenbach)

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