Rettet den Klosterwald

Infoveranstaltung der BI in Freudenbach

Bericht über eine Info-Veranstaltung der BI

„Rettet den Klosterwald“

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Info-Veranstaltung der BI „Rettet den Klosterwald“

im Gasthof Sonnenhof, Freudenbach

Referenten zeigen Kehrseite der Windkraft-Medaille auf

 

Einem in letzter Zeit immer stärker werdenden Wunsch aus der Bürgerschaft folgend hat die BI kürzlich im eigens dafür geöffneten Gasthof Sonnenhof in Freudenbach eine Info-Veranstaltung abgehalten, die mit ca. 50 Besuchern sehr gut besucht war und bei der die BI-Lenkungsgruppe einen Überblick zum bisher erreichten Sachstand gab. Während im Hintergrund mehrere youtube-trailer als abschreckendes Beispiel über die durch Windkraft zum Großteil zerstörte Natur- und Kulturlandschaft im Soonwald / Hunsrück nahe Ellern / Simmern (Rheinland-Pfalz) abliefen, gingen die Verantwortlichen auf die durch WKA-Betrieb zweifelsfrei ausgelösten Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag und Infraschall und auf weitere zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur eintretende, auch für die nachfolgende Generation irreparable Nachteile ein, falls der jetzt noch weitgehend intakte Klosterwald den Plänen der Windkraft-Lobby geopfert und in ein Windkraft-industrielles Gewerbegebiet umgewandelt würde, das aus einem Windpark mit 10 künftig bis zu 230 m hoch werdenden Windindustrieanlagen bestünde.

 

Zum Punkt „Wirtschaftlichkeit“ wurde die Situation beim größten baden-württembergischen, aus 14 ca. 170 m hohen WKA‘ s bestehenden Windpark in Simmersfeld (Nord-Schwarzwald, Nähe Freudenstadt) beschrieben, der im Jahr 2006 rd. 900 m über NN an vermeintlich windgünstiger Stelle trotz starkem, wegen der Abholzung eines mehrere Fußballfelder umfassenden Baumbestands eintretendem Widerstand der Bürger eröffnet und von der Windkraft-Lobby als „Leuchtturm-Projekt“ für ganz BW hochstilisiert worden sei. Tatsächlich habe der Windpark jedoch nach den im Bundesanzeiger erfolgten Publizierung seiner Jahresabschlüsse seit seiner Inbetriebnahme in den 7 Jahren seines Betriebs wegen relativer Windarmut ununterbrochen bis heute nur „tiefrote“ Betriebsergebnisse = Verluste erwirtschaftet, die sich zu einem Millionengrab kumuliert und bereits einen Großteil des Anlegerkapitals aufgezehrt hätten, von Gewinnausschüttungen bzw. Verzinsungen zugunsten der „über den Tisch gezogenen“ Anleger ganz zu schweigen und die Standort-Kommune warte heute immer noch auf die seinerzeit von der Windkraft-Lobby vollmundig versprochenen Gewerbesteuer-Einnahmen. In diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund einiger in letzter Zeit spektakulär eingetretenen Pleiten von Windkraft-Firmen wie Prokon, Windreich und mehrerer mittelständischer Windmüller mit Geldvernichtung von Anlegerkapital in Milliardenhöhe schüttelten die Zuhörer nur verständnislos den Kopf, als die Referenten auf die auch im Klosterwald für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb mit sehr großer Wahrscheinlichkeit völlig unzureichende jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit zu sprechen kamen und die rhetorische Frage stellten, warum die WKA-Initiatoren  -  entgegen den Gepflogenheiten an nahezu allen anderen BW-Windkraft-Standorten  -  „wie der Teufel das Weihwasser“ es scheuten, auch im Klosterwald einen Wind-Messmast über einen repräsentativen Zeitraum aufzustellen, um Klarheit über die Windausbeute zu erhalten, nachdem auch das abgelaufene Windjahr 2013 wie schon die Jahre zuvor von BW-Windmüllern als „katastrophal“ beschrieben worden und bekannt sei, daß ca. 80 % - 90 % aller 395 in BW in Betrieb befindlichen Windkraft-Standorte jährlich mit Verlust abschlössen. Kritisiert wurde besonders, daß die Jahrzehnte lang am Ort ansässige Wirthwein AG als Windkraft-Initiator aktiv mit zum sich im Klosterwald anbahnenden Natur- und Landschaftsfrevel beitrage und auch nicht davor zurückscheue, den eigenen Mitarbeitern und Creglinger Bürgern ein hochgradig riskantes Windkraft-Investment anzubieten, das mit großer Wahrscheinlichkeit zu endgültigen Verlusten bei den Kapitalanlegern führen werde.

 

Die Verantwortlichen gaben die Freischaltung der erst vor wenigen Tagen unter www.rettet-den-klosterwald.de.tl eingerichteten homepage bekannt, die sehr stark frequentiert werde. Erwähnt wurden in nächster Zeit anstehende Aktionen, die in Kürze via homepage bekannt gegeben würden. Wegen starker Nachfrage werden in den nächsten Wochen weitere Info-Blätter an die Haushalte verteilt. Danach wurde der bisher erreichte Zwischenstand bei den weiter laufenden, an das LRA TBB und an den BW-Landtag gerichteten Unterschrifts-Aktionen mitgeteilt, wobei sich bisher 725 einheimische und 308 auswärtige sowie beim Petitionsverfahren 1045 Bürger gegen den Windpark im Klosterwald ausgesprochen haben. Außerdem seien der BI bereits ca. 40 Mitglieder beigetreten, weitere Beitritte zeichnen sich ab.  Da das Interesse an der Abgabe von Unterschriften weiter ungebrochen sei, würden die dafür jetzt neu eingerichteten Unterschrift-Stellen auch in die homepage eingestellt.   

 

Am Rande wurde noch kurz auf zwischenzeitlich bekannt gewordene Recherchen eingegangen, die ein freier Journalist aus NRW anstellt; erste Drehaufnahmen im Klosterwald sind bereits erfolgt. Sobald die Recherchen abgeschlossen seien, werde die BI informieren. Wegen der großen Resonanz werde die nächste Info-Veranstaltung in ca. 4-5 Wochen stattfinden. 

 

                               

Eckehard Bach      Frauental, den 6.3.2014

 

BI „Rettet den Klosterwald“

Creglinger Bürger gegen Landschafts- und

Naturzerstörung im Taubergrund

 

 

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