Rettet den Klosterwald

Infraschall, Bericht von Betroffenen

Verein Mensch Natur e.V. informiert 

Liebe Bürger von Adelberg,  

hier ein Bericht  von einer Familie aus dem  Ostalbkreis, die seit 2006 mit Ihren 7 Kindern  mit Windkraftanlagen der neuen Generation  auf Ihrem Bauernhof gelebt haben. Sie haben dieses Jahr Ihren Hof aufgegeben aufgrund der massiven Beeinträchtigung durch die  Windkraftanlagen. Im Schurwald  werden ca. alle 3 Km ein sogenannter „ Windpark“ geplant, richtiger wäre  man würde die  Planungen „Industriegebiete für Windkraftwerke“ nennen.  

Hier der erschütternde Bericht von der betroffenen Familie:  Wir haben im Jahr 2000, als Großfamilie mit 7 Kindern, das Anwesen in Dehlingen gekauft und nach und nach ausgebaut. Im Jahr 2008, als die ersten Kinder wegen Ausbildung ausgezogen sind, haben wir, auch im Hinblick auf unsere Alterssicherung, 2 Wohnungen zum Vermieten ausgebaut.  Seit Ende 2006 haben wir 3 Typ Repower MM92, 99m Nabenhöhe, 145m Gesamthöhe, 2 MW Leistung mm92 Windkraftanlagen 750 m in Hauptwindrichtung vom Wohnhaus entfernt. Am Anfang bekommt man nicht mit, was passiert, man spürt nur, etwas stimmt nicht. Mittlerweile leidet jedes noch im Haus wohnende Familienmitglieder unter teils massiven Gesundheitsbeschwer-den. Schwere Schlafstörungen, Bluthochdruck, Schwindelanfälle, Übelkeit, Herzrasen, Konzentrationsstörungen, Kopf-, Ohren-, Nacken-, Glieder- und Bauchschmerzen. Seit einigen Monaten auch noch Tinnitus. Zeitweise auch unkontrolliertes Muskelzucken, Augenzucken und Angstzustände. Bei einem Kind haben wir das Ganze auf die Schule geschoben. Es ist nur noch, wie alle anderen, antriebsschwach umhergehängt, nahm eigentlich nicht mehr am Leben teil. Seit es vor einem Jahr zur Ausbildung weg ist, hat sich sein Gesundheitszustand ungeheuer verbessert. Es treibt wieder Sport und nimmt am Leben teil. Allerdings reicht ein Wochenende mit laufenden Windrädern in Dehlingen und die Gesundheitsbeschwerden sind wieder da. Bei den Kindern, die vor und kurz nach Inbetriebnahme der WKAs zur Ausbildung weiter weg sind und nur alle paar Wochen heim gekommen sind, gibt es keinerlei gesundheitliche Beschwerden.  Unsere anderen 4 Kinder im Haus waren (seit wir umgezogen sind, bessert es sich

ständig)müde, wenn sie von der Schule heimkamen hingen sie nur noch herum, versuchten zu schlafen, waren aber ständig erschöpft.  Unsere Jüngste hat dieses Jahr oft in der  Schule gefehlt. Nachts, wenn die Anlagen liefen, konnte sie nicht schlafen, wenn dann  morgens der Wind abflaute und die WKAs standen ist sie eingeschlafen und war nicht mehr wach zu bekommen. Sie ist auch, wie die anderen beiden, öfters in der Schule eingeschlafen. Wie oft ist die Kleine abends vor mir gestanden und hat geheult: Papa ich will schlafen. Und sie konnte es nicht. Was man hier als Vater dabei fühlt, hilf- und machtlos dazustehen.  Ich selbst konnte mich in der Arbeit oft nur mit allergrößter Mühe wach halten. Das Ganze ist absolut Existenz gefährdend. Wenn die Anlagen liefen, war es egal, ob man um 21:00, 22:00 oder später schlafen ging. Oft hörte ich das ein Uhr schlagen der Kirchturmuhr. Die Augen brennen vor Müdigkeit, aber man kann nicht schlafen. Döste dann irgendwann weg, war zwischen 2 und 3 Uhr aber wieder wach. Gingen alle abends bei Windstille ins Bett, waren, wenn die WKAs nachts in Betrieb gingen, innerhalb einer halben Stunde alle wieder wach. Danach quält man sich nur noch durch den Tag.  Meine Frau hat seit Jahren ebenfalls massive gesundheitliche Beschwerden. Anfang Mai kam sie wegen Kreislaufkollaps mit dem Notarzt ins Krankenhaus. Zeitlebens mit niedrigem Blutdruck ausgestattet, hat sie nun einen zu hohen, Als ich sie mit den Auswirkungen der WKAs konfrontiert habe wollte sie nichts davon wissen. Erst als im April diesen Jahres alle 4 Kinder im Haus über gleiche und ähnliche Beschwerden klagten und ich ihr noch mal einen Artikel zu den Gesundheitsschäden durch Windkraftanlagen vorlegte glaubte sie mir. Auch erkannten wir,  dass es uns jedes Mal besser bzw. gut ging, wenn wir außer Haus waren oder die Anlagen standen.  Wir haben  uns  an die zuständige Stelle, welche die WKAs genehmigt, das LRA Aalen, Bereich Umwelt und Gewerbeaufsicht gewandt. Hier bekamen wir zu hören: „Noch nie davon gehört! Gibt es doch gar nicht, ein Einzelfall“. Auf Nachbohren von uns hieß es dann: "sie seien nur kleine Rädchen, hätten nichts zu entscheiden und die da „oben“ wollen es. Dann der Hinweis, dass das Landesumweltamt LUBW zuständig sei, denn da gibt es den Flyer in dem steht, dass das alles unschädlich sei. Also beim LUBW nachgefragt auf welcher wissenschaftlichen Quelle diese Aussage im Flyer basiert. Konnte uns nicht genannt werden, aber man sei für diese Aussage nicht verantwortlich. Der Flyer

sei mit dem Landesgesundheitsamt zusammen gemacht worden und die Aussage käme von dort. Weiter beim LGA, hier war man verwundert, da diese Aussage nicht so gemeint war und hat uns an das Kreisgesundheitsamt in Aalen als zuständige Stelle verwiesen. Nun dem Gesundheitsamt in Aalen den Sachverhalt geschildert. Auch hier wurde noch so etwas gehört, gibt es nicht, ein Einzelfall. Dann eine Mail mit dem Hinweis, dass man nicht zuständig sei und 2 Links mit Stellen an die wir uns wenden sollen- LUBW und LGA. Auf unseren Hinweis, dass wir von diesen Ämtern an sie, als zuständige Stelle, verwiesen wurden kam erst einmal nicht. Dann nach Beratung eine Mail mit dem Link zum Landesumweltamt Bayern und der wörtlichen Aussage, dass das Gesundheitsamt damit seine gesetzlichen Pflicht als erfüllt ansieht. Dazu noch die Empfehlung einer längeren Abwesenheit von unserem Haus und guten Wünschen, für die schwere Zeit die wir gerade durchmachen.  Ende Juni  hat das LRA, das erste Mal bei Windstille, eine Messung durchgeführt. Das zweite Mal bei nord-nord-west-Wind, als am Haus vorbei. Hier war der c-a Wert über 20, also ein Hinweis, dass Infraschall vorliegt.  Das Messbüro arbeitete allerdings für die Windbranche, die Messung wurde nicht wie vorgeschrieben durchgeführt. 

Mittlerweile haben wir auf eigene Kosten eine Messung eines unabhängigen Messbüros machen lassen. Das Ergebnis: Schon  bei geringen Wind Überschreitung der Grenzwerte. Da es aber  absehbar war, dass sich die Situation kurz- und mittelfristig nicht ändert, haben wir uns entschieden wegzuziehen. Ein weiteres Ausharren in Dehlingen ist gesundheitlich nicht länger zu verantworten. Wir hoffen, vor allem für unsere Kinder, dass keine bleibenden gesundheitlichen Schäden da sind. Wobei das Beispiel eines  Kindes zeigt, dass bei entsprechender Belastung die Symptome sofort wieder da sind.  Wir haben jetzt in Bopfingen ein Haus gekauft und umgebaut. Dies war und ist nochmals ein

enormer Kraftakt, finanziell, physisch und auch psychisch.  Der Umzug und die Aufgabe unseres Anwesens bedeutet für uns  

 Einen enormen finanziellen Verlust   Verlust der Altersvorsorge   Verlust der Heimat   Verlust sozialer Bindungen   Eine Enteignung   Eine Entwurzelung  Was besonders schlimm ist, man hat das Gefühl der Hilflosigkeit, der Ohnmacht, des ausgeliefert seins. Eine totale Rechtlosigkeit!  

Zum Thema Infraschall können Sie sich selbst noch informieren unter:  Ärzteforum Bad Orb:http://www.energiewendespessart.de/schriftsaetze/2014-0201_Seehofer.pdf 

Ärzte für Immissionsschutz: http://aefis.de/images/Positionspapier_1.pdf 

Machbarkeitsstudie zu Infraschall des Umweltbundesamtes Deutschland http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/fi les/medien/378/publikationen/texte_40_2014_ machbarkeitsstudie_zu_wirkungen_von_infras chall.pdf 

Berichte von Opfer von Infraschall in Deutschland http://www.opfer.windwahn.de/ 

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, unsere Heimat vor der sinnlosen Zerstörung durch Windkraftanlagen zu bewahren.  Wir hoffen, dass die Fotomontage an Weihnachten 2016  keine Realität geworden ist. Vorstand  MenschNatur e.V. wwww.mensch-natur-bw.de,  EMail: Verein@mensch-natur-bw.de

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