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Windkraft im Wald - mehr Schaden als Nutzen


http://www.hoher-odenwald.de/windkraft-im-wald-mehr-schaden-als-nutzen/

Windkraft im Wald – mehr Schaden als Nutzen!

(mh) EIn aktueller Beitrag in der Zeitschrift “Spektrum der Wissenschaft” fasst einige der Kernprobleme zusammen, sie sich längst vielfach eingestellt haben, wenn Wald im Zuge des Windenergie-Ausbaus zum Industriestandort wird – und, um dies zu ergänzen, zum Hort der Gewinnmaximierung für einzelne Investoren. Im Artikel findet sich auch ein Verweis auf die aktuell bekannt gewordene PROGRESS-Studie des Bundeswirtschaftsministeriums, die unter anderem vor dem bestandsgefährdenden Rückgang des Rotmilan-Vorkommens und anderer Populationen – übrigens auch des Mäusebussards – durch den Windenergie-Ausbau drastisch warnt. Auch der Schwarzstorch wird im Spektrum-Artikel aufgeführt, dessen Bestände nach einem – in einzelnen Regionen Deutschlands – vorübergehenden Anwachsen wieder sehr gefährdet sind, wie im Übrigen schon die Rückgänge in ostdeutschen Ländern oder im Vogelsberg verdeutlichen. Die längst bekannte Expertenschätzung, dass derzeit jährlich etwa 250.000 Fledermäuse an Rotoren in Deutschland verenden, greift der Artikel ebenfalls auf. – Was wird aus den streng geschützten Arten, die unsere noch relativ wenig gestörten Waldlebensräume so dringend benötigen? “Windkraft im Wald”, so der Autor, “konterkariert diese Bemühungen, für bedrohte Arten kann sie zur Überlebensfrage werden.” 

Genau genommen fasst der Spektrum-Beitrag “nur” das zusammen, was zahlreichen Menschen, die sich mit der Entwicklung seit Langem auseinander setzen, bereits gut bekannt ist, was jedoch nach wie vor in gewissen Kreisen völlig verharmlost und nahezu ignoriert wird. Offenbar ist das Fachwissen, das auch unser Verein seit 2013 vielfach kommuniziert (unter anderem in diesem Weblog), nun mehr und mehr im öffentlichen Diskurs angekommen. Aber reicht das? Während diese Zeilen getippt werden, oder während Sie diese lesen werden, schreitet die Zerstörung und Zerstückelung in unseren deutschen Wäldern und Naturräumen sukzessive voran! Neue “Windparks” wie etwa im Klosterwald bei Creglingen, werden mit Pauken und Trompeten der “grün-roten” Landesregierung Baden-Württembergs als “Leuchtturmprojekte” beschworen und wie ein Triumpfzug des vermeintlichen “Klimaschutzes” durch Untersteller und Co. eingeweiht (Demo am 23. Januar!), obwohl auch hier ein brisantes artenschutzrechtliches Konfliktfeld besteht.

Und auch im “Markgrafenwald” – in unserem (noch!) schönen “Hohen Odenwald” bei Waldbrunn, Eberbach und Mudau – mühen sich die Investoren und Projektierer (“Windpark Markgrafenwald GbR” und “MVV Energie”) nach wie vor, das herausragende Wald-Bach-Ökosystem – diesen wertvollen Lebensraum für Schwarzstörche, Wespenbussarde, Rotmilane, Mäusebussarde, fünfzehn Fledermausarten usw. usf. – mit zahlreichen 200 m hohen Windkraftanlagen in einen Industriestandort zu verwandeln!

“Die Energiewende darf nicht auf Kosten unserer Artenvielfalt und des Naturschutzes gehen”, resümiert der Spektrum-Artikel am Ende. Exakt dies ist seit gut drei Jahren die Position von etlichen Bürgerinitiativen und neu gegründeten Naturschutzvereinen wie der “IHO”, die sich mit einer solcherart fehlgeleiteten “Windstrom-Wende” nicht abfinden und Widerstand leisten, der für Natur- und Landschaftsschützer offenkundig zur Pflicht geworden ist. Aus den vielen Worten und all dem bekannten Fachwissen muss aber jetzt ein gesellschaftliches Umdenken und ein neues Handeln entstehen, und zwar schnell! Der Kipppunkt für den Artenschutz in Deutschland ist längst erreicht! – Zum Artikel bitte hier entlang: Windkraft im Wald – mehr Schaden als Nutzen

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