Rettet den Klosterwald

Leserbrief 2 vom 08.02.2014

Leserbrief: Zum geplanten Windpark im Klosterwald

Es grünt so grün im Klosterwald

 

Von Josef Treier jun.

 

Eines vorweg, ich bin kein Windkraftgegner, sondern in der Branche tätig, jedoch wird in den letzten Wochen der Creglinger Bürgermeister Hehn angegriffen - das hat er nicht verdient. Er ist kein Treibender, sondern ein landespolitisch Getriebener. Wir hatten bereits im Jahr 2010 mit Uwe Hehn -vor Fukushima - Gespräche bezüglich Windkraft im Gemeindegebiet Creglingen, jedoch nicht für das Gebiet des Klosterwaldes. Nach Fukushima überschlugen sich die Ereignisse, und plötzlich war eine WEBW GmbH in Creglingen vorstellig. Diese GmbH wurde am 17. November 2011 im Handelsregister AG Stuttgart eingetragen. Gesellschafter dieser GmbH ist die LBBW Immobilien Landsiedlung GmbH und die KWA Contracting AG zu gleichen Teilen. Aufsichtsratsvorsitzender der LBBW Landsiedlung GmbH ist Ministerialdirektor Wolfgang Reimer (Bündnis90/Grüne), als gebürtiger Archshöfer kein Unbekannter in Creglingen. Die KWA AG ist im Raum Boxberg als Betreiber einer Biogasanlage der landeseigenen Schweinversuchsanstalt eventuell bekannt. Beide Gesellschafter hatten keine Intentionen im Bereich Windkraft vorzuweisen und jedoch trotzdem den Zuschlag vom RP Tübingen für die Anpachtung der landeseigenen Klosterwaldfläche erhalten, obwohl wiederum, in dem von der Regierung herausgegebenen Winderlass vom Mai 2012 dezidiert aufgeführt ist, dass die zuständigen Regierungspräsidien die Eignung und Vorkenntnisse zu prüfen haben und dies inzwischen auch sehr aufwendig bei anderen Objekten und Investoren durchführen.

 

Ich unterstelle den Beamten im RP keine Verwerflichkeit, eher nehme ich an, dass aus Stuttgart entsprechend hingewirkt wurde. die WEBW als einzigen Pächter zuzulassen. Ab diesem Zeitpunkt war und ist Herr Hehn ein "Getriebener", da hier ein grünes Pilotprojekt im Wald durchgesetzt werden soll. Die Bemühungen von ihm, einen vernünftigen Konsens mit diesen Vorgaben aus Stuttgart in seinen Teilgemeinden umzusetzen, muss man in diesem Zusammenhang sehen. Für die berechtigten Belange von Windkraftgegner und Windkraftbefürwortern, sollte dieser Hintergrund der landespolitischen Spielwiese und die damit verbundenen Zwänge für einen Verwaltungschef, die Basis für weitere Gespräche bilden. Ich (wir) hatte(n) einen Vorschlag für Windradstandorte ohne Waldflächen. Die entsprechenden Dokumente der oben genannten Firmenkonstellation zur Verifizierung stehen unter folgendem Link zum Download bereit: http://sdrv.ms/1c9Kwgh

 
© Fränkische Nachrichten, Samstag, 08.02.2014                   
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