Rettet den Klosterwald

Leserbrief vom 05.02.2014

Leserbrief: Zur Windkraft-Planung im Klosterwald

Das Ganze ist menschenverachtend

 

Von Roland Vorherr

 

Auch in der Gemeinderatssitzung am 27. Januar hat es die Stadtverwaltung wieder unterlassen, die Bürger auf Gefahren, Dimensionen und Probleme dieser geplanten Windräder hinzuweisen. Warum? Unwissenheit, Kalkulation? Eine ordentliche Bürgerversammlung ist zwar seit Monaten versprochen, aber nie durchgeführt worden. Nur zu Werbeveranstaltungen der Investoren wurde eingeladen. Höhenschnitte der Anlagen, deutlich sichtbar für alle Bürger, sind nicht bekannt, falls sie überhaupt existieren. Die Visualisierung, wie schon 2004 in Frauental bei den ersten drei Windradplanungen gezeigt, wurde auch nicht vorgestellt. Weder als Bilder noch als Film. Was heute jeder Schüler als Power Point Präsentation herstellen und vorführen kann, können plötzlich weder die Planer, noch die Verwaltungen. Bestehende Gesetze oder Rechtsprechungen, die es erlauben, sogar auf 700 Meter an die Wohnhäuser zu bauen, sind damals auf Windradhöhen von 75 bis 95 m Höhe zurückzuführen und nicht bei 199 m hohen Windräder.

 

Die Schallbegrenzung ist laut Gutachten auf 44 dB bei den ersten Wohnplätzen heruntergerechnet. In Wohngebieten sind maximal 30 dB zulässig. (ein dB mehr bedeutet eine Verdoppelung des Lärmes).

Dieser Wert bedeutet eine erhebliche gesundheitliche Belastung auf den Mensch und kann so nicht hingenommen werden. Auf die Emissionen durch Infraschall wurde nicht eingegangen. Diese Belastungen wirken sich auf Mensch und Tier erheblich aus. Gesundheitliche Schäden der Anwohner sind vorprogrammiert, und somit ist das Ganze menschenverachtend.

 
© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 05.02.2014                   
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